Back to Top
 
 
 

Kochsalzimplantate

Kochsalzimplantate haben gegenüber Brust-Implantaten mit Silikongel den großen Nachteil, daß sie ‚auslaufen‘ können. Es gibt eine sehr hohe Dunkelziffer über diese Komplikationen. Daher verwende ich bei Brustvergrößerungen ausschließlich hochwertige, texturierte Silikon-Brustimplantate aus Silikon-Kohäsivgel.

Bei Brustrekonstruktionen sind Kochsalzimplantate in Form eines Expanders eine vorübergehende wertvolle Hilfe, um später aber durch Silikon-Brustimplantate ausgetauscht zu werden.

Kochsalzimplantate: Komplikationen / Kapselfibrose

Neben der Gefahr des Flüssigkeitsaustritts bei Kochsalzimplantaten hat man in Studien wissenschaftlich die Kochsalzlösung untersucht und dort Bakterien gefunden. Diese stehen im Verdacht mitverantwortlich für Kapselfibrose zu sein. Die Kapselfibrose ist eine typische Komplikation bei Brustimplantaten. Eine spezielle Texturierung der Oberfläche bei Brustimplantaten vermindert das Risiko der Entstehung einer Kapselfibrose.

Warum gibt es überhaupt Kochsalzimplantate? Kochsalzimplantate wurden entwickelt, da Silikonimplantate schattenbildend auf Röntgenaufnahmen sind. Das ist ein grundsätzlicher Nachteil bei Mammographie-Untersuchungen.

In den richtigen Experten-Händen eines Radiologen sollte eine Mammographie  mit Silikon-Brüsten auch lege artis und ohne Nachteile durchgeführt werden können. Brustimplantate mit Kochsalz gefüllt fühlen sich sehr viel härter an, und ergeben deshalb nicht so schöne Ergebnisse. Ein gewisses Gluckern ist auch eine Begleiterscheinung. Anatomische Brustimplantat-Formen sind mit Kochsalz nicht möglich. Für die Entwicklung von anatomischen Brustimplantaten wurden Silikon kohäsiv vernetzt, so dass die Tröpfchenform konstant bleibt. Hier gibt es unterschiedliche Vernetzungsgrade, die sich auf die Härte der Form und das Tastgefühl später nach Operation auswirken können. Ich verwende bevorzugt ein Kohäsivgel Brustimplantat, welches einem natürlichen Tastegfühl einer schönen Brust gleicht.

Polyurethane Brustimplantate

Diese werden von einigen Chirurgen verwendet. Sie verursachen weniger Kapselfibrose. Leider aber auch Brustkrebs, deshalb lehne ich sie ab. Die Polyurethane-Brustimplantate verwachsen sehr stark mit dem Brustgewebe und dies kann auch zu ästhetischen Nachteilen führen. Bei einem Brustimplantat-Austausch geht die Brustoperation mit einer höheren Gewebsschädigung des umliegenden Gewebes einher.